
Die vom Zwingliverein in Zusammenarbeit mit
dem Institut für schweizerische Reformationsgeschichte
verantwortete Ausgabe Heinrich Bullinger Werke erscheint beim
Theologischen Verlag Zürich und
erschließt die Schriften
des Reformators in vier Abteilungen:
- I Bibliographie
Die Abteilung Bibliographie enthält zwei Bände, welche die
gedruckten Werke von und über Heinrich Bullinger aufführen, sowie einen Band zu Bullingers
Privatbibliothek. Die drei
Bände sind Grundlage und unentbehrliches Hilfsmittel für alle
Forschenden, die sich mit Bullinger beschäftigen.
Ein provisorisches Verzeichnis der ungedruckten Werke
Bullingers befindet sich im Besitz der
Bullinger-Briefwechseledition und kann dort eingesehen
werden.
- II Briefwechsel
Die Abteilung Briefwechsel bietet die Briefe von und an Heinrich
Bullinger in der Originalsprache. Jedem einzelnen Brief sind eine
Zusammenfassung des Inhalts sowie Angaben über Fundort, Drucke usw.
vorangestellt. Ein umfassender Sachkommentar erschließt den Zugang
zum Inhalt des Briefes; dank den zahlreichen biographischen Angaben kann
die Edition auch als personengeschichtliches Nachschlagewerk dienen
(siehe auch Gesamtregister der Bände 1-10). Die
Edition betreuen z. Zt.
PD Dr. theol. Reinhard Bodenmann, Ph.D.
Alexandra Kess und Dr. phil. Judith Steiniger.
- III Theologische Schriften
In dieser Abteilung soll eine Reihe von Schriften zum Abdruck gelangen, welche
die ganze Breite von Bullingers theologischem Denken und seine Entwicklung bis
zu den 70er Jahren widerspiegeln. Zwei Bände
mit Frühwerken sowie Bullingers Hauptwerk, die Dekaden, liegen bereits vor; das Werk "De scripturae sanctae authoritate" sowie ein Band mit pastoraltheologischen
Schriften erscheinen 2009.
- IV Historiographische Schriften
Geplant ist eine Edition der wichtigsten Werke zur Schweizer- und
Reformationsgeschichte, insbesondere der «Tigurinerchronik». Auskunft über den Stand der Arbeit erteilt
Dr. H. U. Bächtold
(hub [at] theol.uzh.ch).
Unabhängig von der kritischen Werkausgabe ist am Institut für
schweizerische Reformationsgeschichte eine siebenbändige
Studienausgabe mit ausgewählten Werken
Bullingers in moderner deutscher Übersetzung erarbeitet worden.
Bisher erschienene Bände
Bibliographie:
- Band 1: Beschreibendes Verzeichnis der gedruckten Werke
von Heinrich Bullinger
Hg. v. Staedtke, Joachim.
1972. 322 S. ISBN 3-290-11291-8
Die Bibliographie weist insgesamt 772 Ausgaben in ungefähr 300
Bibliotheken nach. Jeder einzelne Druck ist bibliographisch exakt
aufgenommen und beschrieben.
- Band 2: Beschreibendes Verzeichnis der Literatur über
Heinrich Bullinger
Bearb. v. Herkenrath, Erland.
1977. 268 S. ISBN 3-290-11365-5
Die Bibliographie weist insgesamt 1006 Titel auf und enthält die
Register für beide Bibliographie-Bände.
- Band 3: Heinrich Bullingers Privatbibliothek
Bearb. v. Leu, Urs B. / Weidmann, Sandra.
2004. 201 S. und 100 Abbildungen.
ISBN 3-290-17269-4
Im vorliegenden Buch rekonstruieren Leu und Weidmann die Privatbibliothek Bullingers. Nebst ausführlichen
bibliographischen Beschreibungen findet sich eine umfangreiche Einleitung, welche den geistes- und
theologiegeschichtlichen Rahmen von Bullingers Bibliothek absteckt.
Briefwechsel:
- Band 1: Briefe der Jahre 1524-1531
Bearb. v. Gäbler, Ulrich / Zsindely, Endre.
1974. 268 S. ISBN 3-290-11334-5
53 Briefe dokumentieren Bullingers Tätigkeit als Lehrer in der
Klosteschule Kappel (1523-1529) und als Pfarrer in seiner Heimatstadt
Bremgarten (1529-1531) sowie seinen Amtsantritt als Nachfolger
Zwinglis in Zürich. Unter den Korrespondenten
finden sich Zwingli, Leo Jud, Johannes Oekolampad, Berchtold Haller, Ambrosius
Blarer u.a.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe - Band 2: Briefe des Jahres 1532
Bearb. v. Gäbler, Ulrich / Zsindely, Endre / Senn, Matthias u. a.
1982. 304 S. ISBN 3-290-11467-8
Zu den Hauptthemen der 113 Briefe aus Bullingers erstem Jahr als
Vorsteher der Zürcher Kirche gehören die Lage der Reformierten nach
der Niederlage bei Kappel, der Berner Synodus, das Zofinger
Täufergespräch, die Abendmahlskontroverse mit Luther sowie
die Diskussion über Kirche und Staat mit Leo Jud. Wichtige
Korrespondenten sind u.a. Martin Bucer, Wolfgang Capito, Joachim Vadian,
Oswald Myconius, Albrecht von Preußen und Philipp von Hessen.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe - Band 3: Briefe des Jahres 1533
Bearb. v. Zsindely, Endre / Senn, Matthias.
1983. 292 S. ISBN 3-290-11531-3
In den 145 Briefen diese Jahres zeichnet sich eine beträchtliche
Ausweitung des Korrespondentenkreises und der geographischen Ausdehnung des
Briefwechsels ab. Thematische Schwerpunkte sind u.a. Zürichs Streit
mit den katholischen Orten um das Messemandat von 1532, die Solothurner
Reformationswirren, Klagen und Bitten vertriebener Pfarrer und theologische
Fragen im Zusammenhang mit den Täufern.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 4: Briefe des Jahres 1534
Bearb. v. Zsindely, Endre / Senn, Matthias /
Rüetschi, Kurt Jakob /
Bächtold, Hans Ulrich.
1989. 484 S. ISBN 3-290-11600-X
Die 198 ausführlich erläuterten Briefe des Jahres 1534
vermitteln ein lebendiges Bild von ganz unterschiedlichen Ereignissen
wie der Eroberung Württembergs durch Herzog Ulrich, Bullingers Badekur,
der Affaire des placards in Paris, dem Treiben ungebärdiger
Mönche in Rüti, dem Streit mit den Lutheranern, einem
Bestechungsskandal im Berner Rat usw.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 5: Briefe des Jahres 1535
Bearb. v.
Bächtold, Hans Ulrich /
Henrich, Rainer /
Rüetschi, Kurt Jakob.
1992. 507 S. ISBN 3-290-10856-2
Während einige der 206 Briefe bewegende Einblicke in Bullingers
Privatleben gewähren, spiegeln sich in anderen Ereignisse von historischer
Tragweite wie der Untergang des Täuferreiches zu Münster und der
Feldzug des Kaisers nach Tunis. Die Bemühungen um einen Ausgleich
zwischen reformiertem und lutherischem Abendmahlsverständnis wie
auch der Versuch des französischen Königs, Protestanten und
Vertreter der römischen Kirche miteinander ins Gespräch zu bringen,
provozieren hitzige Debatten.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 6: Briefe des Jahres 1536
Bearb. v.
Bächtold, Hans Ulrich /
Henrich, Rainer.
1995. 518 S. ISBN 3-290-10980-1
Mit den Briefen des Jahres 1536 erreicht die Edition von Bullingers
Korrespondenz einen ersten markanten Höhepunkt. Im Zentrum steht der
Schriftwechsel rund um die innerprotestantischen Bekenntnisverhandlungen,
welche in das Erste Helvetische Bekenntnis und die Wittenberger Konkordie
münden. Neues Licht fällt aber auch auf Ereignisse wie den
militärischen Vorstoß Berns nach Savoyen, durch den der Reformation
in der Westschweiz der Weg geebnet wurde. Die 224 zumeist erstmals publizierten
Dokumente erweisen den Bullinger-Briefwechsel erneut als erstrangige Quelle
für die Kenntnis des 16. Jahrhunderts.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe - Band 7: Briefe des Jahres 1537
Bearb. v.
Bächtold, Hans Ulrich /
Henrich, Rainer.
1998. 357 S. ISBN 3-290-10980-1
Die 156 Briefe des Jahres 1537 werfen ein helles Licht auf die inneren
Zerreißproben, denen die reformierten Kirchen der Eidgenossenschaft
schon kurz nach ihrer Einigung auf das Erste Helvetische Bekenntnis
ausgesetzt waren. Ein besonderes Schwergewicht bildet
die umfangreiche Korrespondenz zum Streit um die Sakramentslehre,
der die Berner Kirche zu spalten drohte. Die
Loyalität Zürichs gegenüber dem theologischen Vermächtnis
Zwinglis verhinderte letztlich den Anschluss der Schweiz
an den deutschen, lutherisch geprägten Protestantismus. Andrerseits
illustriert der Briefwechsel die europaweite Ausstrahlung
des Zürcher Reformationsmodells, wobei für diesen
Jahrgang besonders auf die erstarkenden Beziehungen
zu England hinzuweisen ist. Von weitreichender Bedeutung
war auch die enge Verbindung zwischen Zürich und
Genf, deren Entstehung sich anhand der hier publizierten
Dokumente im einzelnen
studieren lässt.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 8: Briefe des Jahres 1538
Bearb. v.
Bächtold, Hans Ulrich /
Henrich, Rainer.
2000. 311 S. ISBN 3-290-17211-2
Zwar umfasst Bullingers Korrespondenz des Jahres
1538 "nur" 123 Briefe, doch
enthalten diese eine erstaunliche
Fülle von Informationen, vor allem zu den
konfessionellen Auseinandersetzungen innerhalb
und außerhalb der Eidgenossenschaft.
Anfangs steht der Aufstand der zwinglischen
Landpfarrer gegen Bucers neuen Berner Katechismus im
Zentrum des Interesses. Später verschiebt sich die
Perspektive wieder auf die laufenden Bemühungen der
Schweizer um eine Verständigung mit
Luther, die im Spätsommer zu einem vorläufigen
Abschluss kommen. Unter den vielen
weiteren Themen verdienen die zunehmenden Kontakte zu
England und die Studentenbriefe des späteren Antistes
Rudolf Gwalther besondere Beachtung.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 9: Briefe des Jahres 1539
Bearb. v.
Bächtold, Hans Ulrich /
Henrich, Rainer.
2002. 295 S. ISBN 3-290-17220-1
Neben vielen anderen Themen treten in Bullingers Briefwechsel des
Jahres 1539 besonders die Bemühungen um einen religiösen Ausgleich
im Reich hervor. Dem geplanten protestantisch-katholischen
Religionsgespräch brachten vor allem die Zürcher und Konstanzer
Theologen große Skepsis entgegen.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden die erbitterten Auseinandersetzungen
um das rechte Verhältnis von Universität und Kirche in Basel, in die
Bullinger mit hineingezogen wurde. Zahlreiche Briefe belegen den
dichten Nachrichtenfluss, auf den sich der Zürcher Kirchenführer
stützen konnte. Während der Horizont seiner Korrespondenz im
vorliegenden Jahrgang spürbar europäischer wird, finden sich
unter den 133 Briefen auch immer wieder Dokumente, die seine
maßgebliche Rolle im Kirchen- und Staatswesen von Zürich beleuchten.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 10: Briefe des Jahres 1540
Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
2003. 224 S. ISBN 3-290-17265-1
Bullingers Briefwechsel aus dem Jahr 1540 ist wesentlich durch die kirchengeschichtlichen
Hauptereignisse der Zeit, die Religionsgespräche in Hagenau und Worms, geprägt.
Zu einem wichtigen Stützpunkt des Nachrichtennetzes entwickelt sich Marburg, wo sich
mehrere Zürcher Studenten einfinden. Unter ihnen tritt besonders der spätere
Antistes Rudolf Gwalther hervor, der Bullinger nicht nur über Persönliches wie etwa seinen
Kontakt mit dem Dichter Eobanus Hessus, sondern auch über die reformationsgeschichtlich
folgenreiche Doppelehe des hessischen Landgrafen berichtet. Als weitere Konfliktfelder,
welche durch die 99 neu veröffentlichten Briefe beleuchtet werden,
sind besonders die Spannungen im Verhältnis zwischen Kirche und Staat in Basel
und die Streitigkeiten der Berner Theologen über die Abendmahlslehre zu nennen.
Weitere Schwerpunkte bilden etwa die Briefe mit Nachrichten aus England sowie die
Schreiben, die auf Bullingers jüngstes Buch "Der christliche Ehestand" Bezug nehmen.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Ergänzungsband A: Addenda und Gesamtregister zu Band 1-10
Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
2004. 175 S. ISBN 3-290-17316-X
Als Nachtrag zu den ersten zehn Bänden der Bullinger-Korrespondenz bietet der vorliegende Band weitere 26
Briefe von oder an Bullinger aus den Jahren 1526-1540/41. Unter den Korrespondenten finden sich prominente
Persönlichkeiten wie etwa Zwinglis Kollege Leo Jud oder Herzog Albrecht von Brandenburg. Die Korrigenda und
ergänzenden Hinweise zu den früher publizierten Briefen sind dank der übersichtlichen Bündelung in einem
separaten Ergänzungsband leicht zu benützen. Das bereinigte Gesamtregister ersetzt faktisch die bisherigen
Einzelbandregister. Damit ist nun auch die enorme Fülle von über 5000 Personen- und Ortsnamen optimal erschlossen.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
- Band 11: Briefe des Jahres 1541
Bearb. v.
Henrich, Rainer /
Kess, Alexandra /
Moser, Christian.
2005. 385 S. ISBN 3-290-17339-9
Bullingers intensiver Briefwechsel rund um die Religionsgespräche in Worms und Regensburg ergänzt die
andernorts laufenden Editionen der Reichstags- und Religionsgesprächsakten in idealer Weise. Einige z.T.
sehr umfangreiche Briefe dokumentieren eine bisher unbeachtete Debatte über die Abendmahlslehre des
Basler Gräzisten Simon Grynäus sowie Bullingers theologisches Gespräch mit dem württembergischen
Kanzler Nikolaus Müller, der dem Spiritualisten Kaspar Schwenckfeld nahe stand. Das Pestjahr 1541 mit
seiner langen Liste von Opfern stellte Bullinger vor ganz praktische seelsorgerliche Probleme. Einen weiteren
Schwerpunkt bilden die zahlreiche Studentenbriefe, vor allem von Zürcher Studenten in Marburg. Zu den
herausragenden Einzelstücken gehört auch ein Brief Vadians, der Einblick in die historiographische Werkstatt
der beiden Humanisten gibt. Unter den Korrespondenten, die 1541 erstmals in Erscheinung treten, ist u.a. der
bedeutende katholische Chronist und Politiker Ägidius Tschudi.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
Register
- Band 12: Briefe des Jahres 1542
Bearb. v.
Henrich, Rainer / Kess, Alexandra /
Moser, Christian.
2006. 299 S. ISBN 978-3-290-17431-6
Soll eine christliche Stadt die Drucklegung des Korans zulassen? Dies ist eine der Fragen, zu der Bullinger und
seine Amtskollegen per Brief dezidiert (und in positivem Sinne) Stellung beziehen. Eine brisante Frage angesichts
der Niederlage des christlichen Heeres in Ungarn. Und gleichzeitig wirbt der französische König in
seinem Krieg gegen den Kaiser nicht nur um militärische Unterstützung durch den türkischen
Sultan, sondern auch um eidgenössische Söldner! Bullinger war es nicht vergönnt, im theologischen
Elfenbeinturm zu leben – davon zeugen auch die 114 Briefe dieses neuen Briefwechselbandes. Zu den Ereignissen,
die sich in der Korrespondenz des Zürcher Kirchenleiters niederschlagen, gehört u.a. die durch die
Inquisition in Italien ausgelöste Welle von Glaubensflüchtlingen. Darunter sind prominente Figuren
der Reformationsgeschichte wie Peter Martyr Vermigli und Celio Secondo Curione, die auch umgehend selbst
einen Platz im weitgespannten Netzwerk von Bullingers Briefpartnern einnehmen.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
Register
- Band 13: Briefe des Jahres 1543
Bearb. v. Henrich, Rainer /
Kess, Alexandra /
Moser, Christian.
Erscheint Juni 2008. 381 S. ISBN 978-3-290-17459-0
Vertritt Bullinger mit seiner Ablehnung der Polygamie einen ebenso verkehrten Rigorismus wie
die von ihm bekämpften Täufer? Dies ist nur eine der heiklen Fragen, über die in Bullingers
Briefwechsel des Jahres 1543 diskutiert wird. Auch im jüngsten Briefjahrgang erweitert sich
der Korrespondentenkreis; Bullinger tritt erstmals in Kontakt mit Anhängern der Reformation
in Venedig (Baldassare Altieri) und Siebenbürgen (Johannes Honter). Nach längerer Unterbrechung
kommt auch das Gespräch mit dem Straßburger Reformator Martin Bucer wieder in Gang. Dessen
Mitwirkung an der Reformation im Erzbistum Köln ist Thema zahlreicher Briefe. Breiten Raum
nehmen auch die Nachrichten über den Aufenthalt des Kaisers in Deutschland und seinen Feldzug
am Niederrhein ein. Luthers gereizte Reaktion auf die Zusendung einer neuen Zürcher
Bibelübersetzung löst wachsende Sorgen um die Einheit der Protestanten aus, die weitreichenden
Folgen dieses Vorfalls lassen sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch kaum erahnen.
Verzeichnis der enthaltenen Briefe
Theologische Schriften:
- Band 1: Exegetische Schriften aus den Jahren 1525-1526
Bearb. v. Vom Berg, Hans-Georg / Hausammann, Susanna.
1983. 288 S. ISBN 3-290-11468-6
Der Band enthält die beiden wichtigsten Auslegungen, die der
junge Bullinger als Klosterlehrer in Kappel gehalten hat: die Vorlesungen
über den Römerbrief und den Hebräerbrief. Sie zeigen in
beeindruckender Weise auch die humanistische Bildung des Reformators.
- Band 2: Unveröffentlichte Werke der Kappeler Zeit.
Theologica
Bearb. v. Vom Berg, Hans-Georg / Schneider, Bernhard / Zsindely,
Endre.
1991. 194 S. ISBN 3-290-10000-6
Dieser zweite Band der Theologischen Schriften enthält
ungedruckte Schriften Bullingers aus den Jahren 1523-1526. Sie entstanden
somit in der Zeit, da Bullinger als junger Klosterlehrer in Kappel am
Albis wirkte (1523 war Bullinger 19 Jahre alt!). Die meisten dieser Texte
handeln vom Abendmahl. Es fällt auf, dass Bullingers Polemik
sich hauptsächlich gegen die Lehre der römischen Kirche richtet,
obwohl der Abendmahlsstreit zwischen Luther und Zwingli bereits in voller
Schärfe entbrannt war.
- Band 3/1-2: Sermonum Decades quinque, de potissimis Christianae religionis capitibus (1549-1552)
Bearb. v. Opitz, Peter.
2008. 2 Teilbde., 1236 S. ISBN 978-3-290-17410-1
Die «Dekaden», Heinrich Bullingers theologisches Hauptwerk, sind eine Komposition von fünfzig lateinischen
Lehrpredigten, die im Zeitraum zwischen 1549 und 1552 in Zürich erschienen sind. Sie behandeln alle wichtigen
Themen («loci») des evangelischen Glaubens und zeugen von Bullingers eigenständiger Verarbeitung der
«reformatorischen» Einsichten. Der ersten Übersetzung ins Deutsche von 1558 (unter dem Titel:
«Hausbuch») folgten zahlreiche weitere, so ins Niederländische, Englische und Französische.
Bullingers «Dekaden» übten einen beträchtlichen Einfluss auf Theologie und Frömmigkeit des (reformierten)
Protestantismus in ganz Europa aus. Diese erste kritische Edition gibt den lateinischen Text wieder,
welcher auch der modernen deutschen Übersetzung der «Dekaden» (Bullinger Schriften, hg. von E. Campi;
D. Roth; P. Stotz, Bde. 3-5, Zürich 2006) zugrunde liegt.
- Band 4: De scripturae sanctae authoritate deque episcoporum institutione et functione
Bearb. v. Campi, Emidio, unter Mitwirkung von Wälchli, Philipp.
2009. 324 S. ISBN 978-3-290-17526-9
Das Werk «Die Autorität der Heiligen Schrift und die Aufgabe der Bischöfe» beinhaltet zwei brennende Themen der Reformationszeit. Im ersten Teil wird das reformatorische Schriftprinzip entfaltet: Die letzte Norm für die Verkündigung und das Leben der Kirche kann nur die Heilige Schrift sein. An ihr müssen sich Lehre und Gebräuche messen lassen, auch wenn sie sich auf altehrwürdige Autoritäten berufen können. Der zweite und längere Teil setzt sich mit der Herkunft und Aufgabe des Bischofsamtes auseinander. Dabei wird anhand zahlreicher historischer Quellen dargelegt, dass das Bischofsamt nicht göttlichen Ursprungs, sondern eine dienstbare kirchliche Funktion ist, die ausdrücklich auf die Lehre, das Gebet und den Dienst an Wort und Sakrament bezogen ist. Mit diesem Werk, das im März 1538 erschienen und König Heinrich VIII. von England gewidmet ist, beginnt Bullingers tiefgreifender und nachhaltiger theologischer Einfluss auf die Englische Kirche. Diese erste kritische Edition gibt den lateinischen Text wieder.
- Band 5: Pastoraltheologische Schriften
Bearb. v. Roth, Detlef.
2009. 256 S. ISBN 978-3-290-17460-6
Der vorliegende Band enthält die kritische Edition dreier pastoraltheologischer Schriften des Zürcher Reformators Heinrich Bullinger: zwei Eheschriften (die «Volkommne underrichtung desz christenlichenn eestands» von 1527 und «Der christlich eestand» von 1540) und eine Anleitung zur Sterbebegleitung («Bericht der kranken» von 1535). Sie ergänzen die Editionen der exegetischen und der theologischen Schriften Bullingers und zeigen den Reformator von einer für sein Wirken zentralen Seite – der seelsorglichen, welche den Gläubigen in alltäglichen Schwierigkeiten und bei schweren Krankheiten Rat und Trost vermittelt.
Alle drei Schriften liegen nun zum ersten Mal in einer wissenschaftlichen Edition vor. Sie bieten reiche inhaltliche Grundlagen für die Diskussion in Theologie und Geschichtsforschung, in der Kultur- und Geschlechtergeschichte sowie in der älteren Germanistik.
Sonderbände:
- Studiorum ratio - Studienanleitung
Hrsg. u. aus d. Lat. v.
Stotz, Peter.
1987. 2 Teilbde., zus. 470 S. ISBN 3-290-11578-X
Heinrich Bullinger hat als junger Mann (1527/28) auf Bitten eines
älteren Freundes eine "Anleitung zu Studien in
humanistisch-reformatorischem Geiste" geschrieben. Diese reicht von der
Regelung des äußeren Tagesablaufs (Essen, Schlafen, Trinken,
Spazierengehen) bis hin zu hermeneutischen Grundvoraussetzungen
profanwissenschaftlicher und theologischer Arbeit. Dieser Text wird hier
erstmals in einer kritischen Ausgabe vorgelegt.
Verlagsadresse/Bestellungen:
TVZ Theologischer Verlag Zürich
Postfach
CH-8026 Zürich
Tel +44 / 299 33 55
Fax +44 / 299 33 58
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